Das Gruppentreffen findet jeden Dienstag von 18:00 bis 20:00 Uhr im Kulturzentrum Lagerhalle im Raum 201 statt. Weitere Termine finden Sie unter Veranstaltungen.

Wir besprechen Persönliches, tauschen Erfahrungen aus und unterstützen uns gegenseitig in schwierigen Lebenssituationen und bei Alltagsproblemen, die Psychiatrie-Erfahrenen begegnen.

Außerdem beschäftigen wir uns mit allgemeinen Psychiatrie- und Selbsthilfethemen.

Wir freuen uns über jeden Interessierten, der bei uns vorbeischaut.
Den aktuellen Gruppenflyer als PDF-Datei erhältst Du hier.

Recovery (Genesung) und seine Anwendungsbeispiele

Impulsreferent:

Simon Stiehl (Pflegender in der psychiatrischen Pflege)

 
Moderation:
 
Norbert Arndt (SHG Psychiatrie-Erfahrene Osnabrück)
 

Kulturzentrum "Lagerhalle", Rolandsmauer 26, Osnabrück, in Raum 207.      

Über eine rege Teilnahme freuen wir uns sehr. Der Eintritt ist frei.

"Bist Du psychiatrie-erfahren? Dann bist Du bei uns richtig!“

Mit diesem Slogan lädt die Selbsthilfegruppe Psychiatrie-Erfahrene Osnabrück seit Dezember 1994 zu ihren Gruppentreffen ein. Seitdem trifft sich diese Gruppe jeden Dienstagabend von 18 bis 20 Uhr in der Lagerhalle. Die Gruppe versteht sich als eine diagnoseunabhängige Selbsthilfegruppe und freut sich über jeden Interessierten, der dort vorbeischaut.

Die TeilnehmerInnen besprechen Persönliches, tauschen Erfahrungen aus und unterstützen sich gegenseitig in schwierigen Lebenssituationen und bei Alltagsproblemen, die Psychiatrie-Erfahrenen begegnen. Dabei geht es oft um Erfahrungen mit Psychiatern und Psychopharmaka oder um belastende Arbeitssituationen. Beschwerden, welche die psychiatrische Behandlung betreffen, können vorgebracht und besprochen werden. Außerdem beschäftigt sich die Gruppe mit allgemeinen Psychiatrie- und Selbsthilfethemen.

Als Hilfe in schwierigen Situationen bietet die Gruppe Krisenbegleitung in Form von Krankenbesuchen, persönlichen, einfühlsamen Gesprächen und Telefonaten und Hilfe bei Alltagsverrichtungen an.

Mindestens zweimal im Monat finden sich die aktiveren Teilnehmer zusätzlich zum Arbeitskreis Psychiatriepolitik zusammen, um weitere Aktivitäten zu besprechen und zu planen.

Seit 2003 wird fünfmal im Jahr der Trialog organisiert und in der Lagerhalle durchgeführt. Dabei handelt es sich um einen Austausch auf gleicher Augenhöhe zwischen Angehörigen, Psychiatrie-Erfahrenen und professionell in der Psychiatrie Tätigen über verschiedene Psychiatriethemen.

Regelmäßig nehmen Vertreterinnen und Vertreter der Gruppe an den Sitzungen des Sozialpsychiatrischen Verbundes (PAR Osnabrück) teil und vertreten dabei die Belange der Betroffenen. Mit der gleichen Zielsetzung treffen sich TeilnehmerInnen der Selbsthilfegruppe mehrmals jährlich mit Vertretern des AMEOS Klinikums. Es nehmen immer wieder TeilnehmerInnen der Gruppe an überregionalen Tagungen und als DozentInnen an Fortbildungsveranstaltungen teil.

Die Selbsthilfegruppe Psychiatrie-Erfahrene Osnabrück arbeitet mit dem

Landesverband Psychiatrie-Erfahrener Niedersachsen e.V. (LPEN), dem Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener e. V (BPE) und der Selbsthilfekontaktstelle Osnabrück zusammen.

Zudem ist die Selbsthilfegruppe durch eine Gruppenteilnehmerin im Bündnis gegen Depression und im Trauma Netzwerk Osnabrück vertreten.

Die gemeinsamen Freizeitaktivitäten wie z.B. Restauranbesuche, sind wichtige Gruppenelemente, die seit 25 Jahren die Gemeinschaft fördern und das gegenseitige Vertrauen stärken.

 

Interessierte können wie folgt Kontakt mit der Selbsthilfegruppe aufnehmen:

Psychiatrie-Erfahrene Osnabrück

c/o Lagerhalle

Rolandsmauer 26

49074 Osnabrück

E-Mail:

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Ansprechpartner

Doris Steenken

Telefon: 0541-8009522

Norbert Arndt

Telefon: 05407-67 71

Matthias Wiegmann

Telefon: 0541-58 94 29

Im Jahr 2018 hat die Selbsthilfegruppe regelmäßig jeden Dienstag im Kulturzentrum Lagerhalle Osnabrück ihre Gruppentreffen durchgeführt. Dabei wurde über vielfältige Themen und Probleme von GruppenteilnehmerInnen gesprochen, z. B. über schwierige Wohnsituationen, Kontakt und Zusammenarbeit mit Angehörigen, Tagesstruktur, Arbeitssituationen, Erfahrungen mit Psychiatern und Psychopharmaka, Austausch über Aufenthalte in unterschiedlichen Kliniken. Mindestens zweimal im Monat haben sich die aktiveren Teilnehmer zusätzlich zum Arbeitskreis Psychiatriepolitik zusammengefunden, um weitere Aktivitäten zu besprechen und zu planen.

Drei Ansprechpartner der Selbsthilfegruppe standen immer wieder als telefonische Anlaufstellen für Erstkontaktsuchende und für Menschen in Krisen zur Verfügung und haben zudem Anfragen, die uns per Mail erreichten, bearbeitet.

Der Trialog (Austausch auf gleicher Augenhöhe zwischen Angehörigen, Psychiatrie-Erfahrenen und professionell in der Psychiatrie Tätigen über verschiedene Psychiatriethemen) wurde fünfmal organisiert und durchgeführt. Die Themen im Jahr 2018 waren:

· Posttraumatische Belastungsstörung

· EX-IN-Genesungsbegleiter im Einsatz

· Behandlung von akuten Krisen auf offenen Stationen

· Recovery - die Bedeutung von Hoffnung für die Wiedergenesung nach psychischen Krisen

· Dschungel Psychotherapie - Arten der Behandlung und die Wege dahin

Außerdem haben wir vor dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung eine Protestveranstaltung gegen Missstände im Maßregelvollzugszentrum Moringen durchgeführt, weil dort ein ehemaliges Gruppenmitglied über sechs Monate in eine Isolierzelle ohne Außenkontakte eingesperrt wurde. Außerdem sind uns weitere Missstände bekannt.

Regelmäßig nehmen Vertreterinnen und Vertreter unserer Gruppe an den Sitzungen des Sozialpsychiatrischen Verbundes (PAR Osnabrück) teil und vertreten dabei die Belange der Betroffenen. Mit der gleichen Zielsetzung haben sich TeilnehmerInnen unserer Selbsthilfegruppe mehrmals jährlich mit Vertretern des AMEOS Klinikums getroffen. Zudem ist unsere Selbsthilfegruppe durch eine Gruppenteilnehmerin im Trauma Netzwerk Osnabrück vertreten und sie hat an den regelmäßigen Treffen des Netzwerkes teilgenommen.

Im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit haben wir einige Pressemitteilungen verschickt, unseren Internetauftritt aktualisiert und Gruppenflyer verteilt.

Bei einer Fortbildungsveranstaltung der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück hat ein Gruppenteilnehmer die Sicht der Psychiatrie-Erfahrenen dargestellt und einen Erfahrungsbericht gegeben.

Einige Gruppenteilnehmerinnen und –teilnehmer nahmen an überregionalen Tagungen zu verschiedenen Psychiatriethemen, z. B. zu Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, zur beruflichen Integration, zu Elektrokrampftherapie, zum Normalitätsbegriff, zu EX-IN, zu Recovery, zu den Rechten von Psychiatriebetroffenen und zum Maßregelvollzug teil. Nachfolgend wurde jeweils bei unseren Gruppentreffen darüber berichtet und diskutiert.

Wir haben zudem Freizeitaktivitäten unternommen, wie z. B. Restaurantbesuche, Wanderungen und Besuch des Weihnachtsmarktes.

Der Trialog ist der gleichberechtigte Austausch über Psychiatriethemen zwischen Angehörigen, professionell im psychiatrischen Bereich Tätigen und Psychiatrie-Erfahrenen. Dieser Trialog hatte das Thema „Wie stellen wir uns die ideale Psychiatrie vor?“ und wurde von Nils Naumann (Fachkrankenpfleger für Psychiatrie) moderiert. Es gab von Seiten der Trialogteilnehmer vielfältige Ideen, wie die ideale Psychiatrie aussehen könnte.
 
Für den stationären Bereich wurden u.a. folgende Vorschläge gemacht: Schwimmbad, Massage, Gespräche auf gleicher Augenhöhe, Ursachenorientierung, Psychopharmaka nur im Notfall, Freizeitangebote, Einzelzimmer mit Bad, „weiche Zimmer“ bei Gefährdung, Verzicht auf Zwangsmaßnahmen, Einbeziehung von Psychiatrie-Erfahrenen und Genesungsbegleitern, besseres Entlassungsmanagement, um Drehtürpatienten zu vermeiden, Dolmetscher für Patienten, die kein Deutsch sprechen, verschiedene Stationen für verschiedene Krankheitsbilder, Einbeziehung von Angehörigen, fließende Übergänge von Kinder- und Jugendpsychiatrie  und Erwachsenenpsychiatrie und alternativmedizinische Angebote.
 
Insgesamt wurden eine bessere Vernetzung der psychiatrischen Versorgungslandschaft und fließende Übergänge zwischen dem stationären und dem ambulanten Bereich gewünscht. Im ambulanten Bereich gab es folgende Wünsche: ein rund um die Uhr erreichbarer Krisendienst, Psychotherapie ohne größere Wartezeiten, kurzfristige Arzttermine, Patienten bekommen vom Arzt so viel Zeit, wie sie benötigen, Freizeitgruppen und Ausflüge, Hilfen bei der Alltagsbewältigung und leichter Zugang zu allen Angeboten. Über diese und zahlreiche weitere Vorschläge wurde angeregt und teilweise kontrovers diskutiert.
 
Der nächste Osnabrücker Trialog findet am 06.02.2018 in der Lagerhalle statt. Organisiert werden die Trialoge regelmäßig von der Selbsthilfegruppe Psychiatrie-Erfahrene Osnabrück. Nähere Informationen zu zukünftigen Trialogen werden unter www.psychiatrie-erfahrene-os.de veröffentlicht.
 
   
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