Wegen der Sommerpause der Lagerhalle trifft sich unsere Selbsthilfegruppe an den folgenden Dienstagen, den 27.07., 03.08., 10.08. und den 17.08.21  jeweils um 18 Uhr bei Planeta Sol (Bergstraße 8, Osnabrück).

Thema: Die psychischen Auswirkungen der Corona-Pandemie

Impulsreferentin: Dr. Claudia Schulz (Leitende Psychologin, AMEOS Klinikum Osnabrück)

Moderation: Maria Wenzig ( Angehörige)

Termin: Donnerstag, 30. September 2021 um 19 Uhr

Ort: Kulturzentrum "Lagerhalle", Rolandsmauer 26 in Osnabrück, Raum 204

Das Gruppentreffen findet jeden Dienstag von 18:00 bis 20:00 Uhr im Kulturzentrum Lagerhalle im Raum 201 statt. Weitere Termine finden Sie unter Veranstaltungen.

Wir besprechen Persönliches, tauschen Erfahrungen aus und unterstützen uns gegenseitig in schwierigen Lebenssituationen und bei Alltagsproblemen, die Psychiatrie-Erfahrenen begegnen.

Außerdem beschäftigen wir uns mit allgemeinen Psychiatrie- und Selbsthilfethemen.

Wir freuen uns über jeden Interessierten, der bei uns vorbeischaut.
Den aktuellen Gruppenflyer als PDF-Datei erhältst Du hier.

Im Jahr 2020 hat die Selbsthilfegruppe abgesehen vom Frühjahr 2020 regelmäßig jeden Dienstag im Kulturzentrum Lagerhalle Osnabrück ihre Gruppentreffen durchgeführt. Dabei wurde über vielfältige Themen und Probleme von Gruppenteilnehmer*innen gesprochen, z. B. über schwierige Wohnsituationen, Kontakt und Zusammenarbeit mit Angehörigen, Tagesstruktur, Arbeitssituationen, Erfahrungen mit Psychopharmaka und mit Therapieformen, Strategien zum Umgang mit veränderten Lebensumständen in Folge der Corona-Pandemie. Im Frühjahr 2020 konnten die gewohnten Gruppentreffen wegen des Lockdowns nicht stattfinden. In dieser Zeit wurden ersatzweise regelmäßige Telefonkonferenzen abgehalten, bei denen sich die Teilnehmenden über ihre aktuellen Befindlichkeiten und Belastungen ausgetauscht haben.

Drei Ansprechpartner*innen der Selbsthilfegruppe standen immer wieder als telefonische Anlaufstellen für Erstkontaktsuchende und für Menschen in Krisen zur Verfügung und haben zudem Anfragen, die uns per Mail erreichten, bearbeitet. Meistens zweimal im Monat haben sich die aktiveren Gruppenteilnehmer*innen zusätzlich zum Arbeitskreis Psychiatriepolitik zusammengefunden, um weitere Aktivitäten zu besprechen und zu planen.

Der Trialog (Austausch auf gleicher Augenhöhe zwischen Angehörigen, Psychiatrie-Erfahrenen und professionell in der Psychiatrie Tätigen über verschiedene Psychiatriethemen) wurde organisiert und konnte zweimal durchgeführt werden. Die Themen im Jahr 2020 waren:

  • Recovery (Genesung) und seine Anwendungsbeispiele

  • Unterstützung für junge Psychiatrie-Erfahrene und ihre Angehörigen

Zum Informationsaustausch und zur Vertretung der Interessen der Patient*innen haben sich einige Teilnehmer*innen unserer Selbsthilfegruppe mehrmals jährlich mit Vertretern des AMEOS Klinikums getroffen. Unsere Selbsthilfegruppe ist zudem im Trauma Netzwerk Osnabrück, im Bündnis gegen Depression in Stadt und Landkreis Osnabrück und in der Psychiatrischen Arbeitsgemeinschaft in der Region Osnabrück (Sozialpsychiatrischer Verbund) vertreten und hat an der Kommunikation innerhalb dieser Netzwerke teilgenommen.

Im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit haben wir einige Pressemitteilungen verschickt, unseren Internetauftritt aktualisiert und Gruppenflyer verteilt. Wir haben außerdem immer mal wieder Bücher zu Selbsthilfe und Psychiatrie aus dem Gruppenbestand an interessierte Gruppenteilnehmer*innen ausgeliehen.

Mehrere Gruppenteilnehmer*innen nahmen auch an überregionalen Veranstaltungen teil. Dabei ging es um Formen des trialogischen Austausches und um die Krisenbegleitung im Rahmen der Selbsthilfe. Nachfolgend wurde jeweils bei unseren Gruppentreffen über diese Veranstaltungen berichtet und die neuen Erkenntnisse wurden diskutiert.

Wir haben zudem Freizeitaktivitäten unternommen, wie z. B. Restaurantbesuche und Wanderungen. In der Adventszeit haben wir eine Weihnachtskontaktaktion organisiert, bei der Kontakte zwischen kontaktsuchenden Personen vermittelt wurden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Aktion konnten so im Rahmen der Infektionsschutzregelungen mit mehr Gemeinschaft die vielleicht schwierige Weihnachtszeit verleben.

 

 

"Bist Du psychiatrie-erfahren? Dann bist Du bei uns richtig!“

Mit diesem Slogan lädt die Selbsthilfegruppe Psychiatrie-Erfahrene Osnabrück seit Dezember 1994 zu ihren Gruppentreffen ein. Seitdem trifft sich diese Gruppe jeden Dienstagabend von 18 bis 20 Uhr in der Lagerhalle. Die Gruppe versteht sich als eine diagnoseunabhängige Selbsthilfegruppe und freut sich über jeden Interessierten, der dort vorbeischaut.

Die TeilnehmerInnen besprechen Persönliches, tauschen Erfahrungen aus und unterstützen sich gegenseitig in schwierigen Lebenssituationen und bei Alltagsproblemen, die Psychiatrie-Erfahrenen begegnen. Dabei geht es oft um Erfahrungen mit Psychiatern und Psychopharmaka oder um belastende Arbeitssituationen. Beschwerden, welche die psychiatrische Behandlung betreffen, können vorgebracht und besprochen werden. Außerdem beschäftigt sich die Gruppe mit allgemeinen Psychiatrie- und Selbsthilfethemen.

Als Hilfe in schwierigen Situationen bietet die Gruppe Krisenbegleitung in Form von Krankenbesuchen, persönlichen, einfühlsamen Gesprächen und Telefonaten und Hilfe bei Alltagsverrichtungen an.

Mindestens zweimal im Monat finden sich die aktiveren Teilnehmer zusätzlich zum Arbeitskreis Psychiatriepolitik zusammen, um weitere Aktivitäten zu besprechen und zu planen.

Seit 2003 wird fünfmal im Jahr der Trialog organisiert und in der Lagerhalle durchgeführt. Dabei handelt es sich um einen Austausch auf gleicher Augenhöhe zwischen Angehörigen, Psychiatrie-Erfahrenen und professionell in der Psychiatrie Tätigen über verschiedene Psychiatriethemen.

Regelmäßig nehmen Vertreterinnen und Vertreter der Gruppe an den Sitzungen des Sozialpsychiatrischen Verbundes (PAR Osnabrück) teil und vertreten dabei die Belange der Betroffenen. Mit der gleichen Zielsetzung treffen sich TeilnehmerInnen der Selbsthilfegruppe mehrmals jährlich mit Vertretern des AMEOS Klinikums. Es nehmen immer wieder TeilnehmerInnen der Gruppe an überregionalen Tagungen und als DozentInnen an Fortbildungsveranstaltungen teil.

Die Selbsthilfegruppe Psychiatrie-Erfahrene Osnabrück arbeitet mit dem

Landesverband Psychiatrie-Erfahrener Niedersachsen e.V. (LPEN), dem Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener e. V (BPE) und der Selbsthilfekontaktstelle Osnabrück zusammen.

Zudem ist die Selbsthilfegruppe durch eine Gruppenteilnehmerin im Bündnis gegen Depression und im Trauma Netzwerk Osnabrück vertreten.

Die gemeinsamen Freizeitaktivitäten wie z.B. Restauranbesuche, sind wichtige Gruppenelemente, die seit 25 Jahren die Gemeinschaft fördern und das gegenseitige Vertrauen stärken.

 

Interessierte können wie folgt Kontakt mit der Selbsthilfegruppe aufnehmen:

Psychiatrie-Erfahrene Osnabrück

c/o Lagerhalle

Rolandsmauer 26

49074 Osnabrück

E-Mail:

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Ansprechpartner

Doris Steenken

Telefon: 0541-8009522

Norbert Arndt

Telefon: 0176-87178554

Matthias Wiegmann

Telefon: 0541-58 94 29

Der Trialog ist der gleichberechtigte Austausch über Psychiatriethemen zwischen Angehörigen, professionell im psychiatrischen Bereich Tätigen und Psychiatrie-Erfahrenen. Dieser Trialog hatte das Thema „Wie stellen wir uns die ideale Psychiatrie vor?“ und wurde von Nils Naumann (Fachkrankenpfleger für Psychiatrie) moderiert. Es gab von Seiten der Trialogteilnehmer vielfältige Ideen, wie die ideale Psychiatrie aussehen könnte.
 
Für den stationären Bereich wurden u.a. folgende Vorschläge gemacht: Schwimmbad, Massage, Gespräche auf gleicher Augenhöhe, Ursachenorientierung, Psychopharmaka nur im Notfall, Freizeitangebote, Einzelzimmer mit Bad, „weiche Zimmer“ bei Gefährdung, Verzicht auf Zwangsmaßnahmen, Einbeziehung von Psychiatrie-Erfahrenen und Genesungsbegleitern, besseres Entlassungsmanagement, um Drehtürpatienten zu vermeiden, Dolmetscher für Patienten, die kein Deutsch sprechen, verschiedene Stationen für verschiedene Krankheitsbilder, Einbeziehung von Angehörigen, fließende Übergänge von Kinder- und Jugendpsychiatrie  und Erwachsenenpsychiatrie und alternativmedizinische Angebote.
 
Insgesamt wurden eine bessere Vernetzung der psychiatrischen Versorgungslandschaft und fließende Übergänge zwischen dem stationären und dem ambulanten Bereich gewünscht. Im ambulanten Bereich gab es folgende Wünsche: ein rund um die Uhr erreichbarer Krisendienst, Psychotherapie ohne größere Wartezeiten, kurzfristige Arzttermine, Patienten bekommen vom Arzt so viel Zeit, wie sie benötigen, Freizeitgruppen und Ausflüge, Hilfen bei der Alltagsbewältigung und leichter Zugang zu allen Angeboten. Über diese und zahlreiche weitere Vorschläge wurde angeregt und teilweise kontrovers diskutiert.
 
Der nächste Osnabrücker Trialog findet am 06.02.2018 in der Lagerhalle statt. Organisiert werden die Trialoge regelmäßig von der Selbsthilfegruppe Psychiatrie-Erfahrene Osnabrück. Nähere Informationen zu zukünftigen Trialogen werden unter www.psychiatrie-erfahrene-os.de veröffentlicht.
 
   
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