Im Jahr 2019 hat die Selbsthilfegruppe regelmäßig jeden Dienstag im Kulturzentrum Lagerhalle Osnabrück ihre Gruppentreffen durchgeführt. Dabei wurde über vielfältige Themen und Probleme von GruppenteilnehmerInnen gesprochen, z. B. über schwierige Wohnsituationen, Kontakt und Zusammenarbeit mit Angehörigen, Tagesstruktur, Arbeitssituationen, Erfahrungen mit Psychiatern und Psychopharmaka, Austausch über Aufenthalte in unterschiedlichen Kliniken. Mindestens zweimal im Monat haben sich die aktiveren Teilnehmer zusätzlich zum Arbeitskreis Psychiatriepolitik zusammengefunden, um weitere Aktivitäten zu besprechen und zu planen.
 
Drei Ansprechpartner der Selbsthilfegruppe standen immer wieder als telefonische Anlaufstellen für Erstkontaktsuchende und für Menschen in Krisen zur Verfügung und haben zudem Anfragen, die uns per Mail erreichten, bearbeitet.
 
Der Trialog (Austausch auf gleicher Augenhöhe zwischen Angehörigen, Psychiatrie-Erfahrenen und professionell in der Psychiatrie Tätigen über verschiedene Psychiatriethemen) wurde fünfmal organisiert und durchgeführt. Die Themen im Jahr 2019 waren:

· Update im Bereich der Zwangsbehandlung 2019

· Resilienz - die seelische Widerstandskraft, 7 Schlüssel für die innere Stärke, die uns helfen, mit den Widrigkeiten des Lebens besser umgehen zu können

· Veränderungen bewältigen

· Wie soll sich die Wohnheimlandschaft entwickeln - geschlossen oder offen?

· Bundesteilhabegesetz und Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung
 
Regelmäßig nahmen Vertreterinnen und Vertreter unserer Gruppe an den Sitzungen des Sozialpsychiatrischen Verbundes (PAR Osnabrück) teil und haben dabei die Belange der Betroffenen vertreten. Mit der gleichen Zielsetzung haben sich TeilnehmerInnen unserer Selbsthilfegruppe mehrmals jährlich mit Vertretern des AMEOS Klinikums getroffen. Zudem ist unsere Selbsthilfegruppe durch eine Gruppenteilnehmerin im Trauma Netzwerk Osnabrück vertreten und sie hat an den regelmäßigen Treffen des Netzwerkes teilgenommen. Die Selbsthilfegruppe ist 2019 dem Bündnis gegen Depression in Stadt und Landkreis Osnabrück beigetreten und hat in diesem Bündnis mitgearbeitet. Wir haben außerdem eine Beschwerde gegenüber einer psychiatrischen Einrichtung, die von mehreren GruppenteilnehmerInnen vorgebracht wurden, im Rahmen eines Vermittlungsgespräches bearbeitet.
 
Im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit haben wir einige Pressemitteilungen verschickt, unseren Internetauftritt aktualisiert und Gruppenflyer verteilt.
 
Unsere Gruppe hat zudem eine gut besuchte Vortragsveranstaltung mit Diskussion zum Thema „Basiswissen Psychopharmaka“ mit einem Mitarbeiter des Bundesverbandes PsychiatrieErfahrener durchgeführt. Außerdem veranstaltete unsere Gruppe mit dem Landesverband Psychiatrie-Erfahrener Niedersachsen e.V. (LPEN) ein Sprecherkreistreffen zum Thema Arbeit in Osnabrück.
 
Einige Gruppenteilnehmerinnen und –teilnehmer nahmen an überregionalen Tagungen zu verschiedenen Psychiatriethemen, z. B. zu Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, zur beruflichen Integration, zu Elektrokrampftherapie, zum Normalitätsbegriff, zu EX_IN, zu Recovery, zu den Rechten von Psychiatriebetroffenen und zum Maßregelvollzug teil. Nachfolgend wurde jeweils bei unseren Gruppentreffen darüber berichtet und diskutiert.
 
Wir haben zudem Freizeitaktivitäten unternommen, wie z. B. Restaurantbesuche und Wanderungen. Am Jahresabschluss haben wir unser 25jähriges Gruppenjubiläum gefeiert.

   
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