Im Jahr 2017 hat die Selbsthilfegruppe regelmäßig jeden Dienstag im Kulturzentrum Lagerhalle Osnabrück ihre Gruppentreffen durchgeführt. Dabei wurde über vielfältige Themen und Probleme von GruppenteilnehmerInnen gesprochen, z. B. über schwierige Wohnsituationen, Kontakt und Zusammenarbeit mit Angehörigen, Tagesstruktur, Arbeitssituationen, Erfahrungen mit Psychiatern und Psychopharmaka, Austausch über Aufenthalte in unterschiedlichen Kliniken. Zweimal im Monat haben sich die aktiveren Teilnehmer zusätzlich zum Arbeitskreis Psychiatriepolitik zusammengefunden, um weitere Aktivitäten zu besprechen und zu planen.
Drei Ansprechpartner der Selbsthilfegruppe standen immer wieder als telefonische Anlaufstellen für Erstkontaktsuchende und für Menschen in Krisen zur Verfügung und haben Anfragen, die uns per Mail erreichten, bearbeitet.
Der Trialog (Austausch auf gleicher Augenhöhe zwischen Angehörigen, Psychiatrie-Erfahrenen und professionell in der Psychiatrie Tätigen über verschiedene Psychiatriethemen) wurde fünfmal organisiert und durchgeführt. Die Themen im Jahr 2017 waren:
· Psychiatrische Diagnosen im Wandel
· Psychopharmakakritische Thesen auf dem Prüfstand
· Erfahrungen von Psychiatrie-Patienten untereinander während der stationären Behandlung und deren Bedeutung
· Der Landespsychiatrieplan Niedersachsen
· Wie stellen wir uns die ideale Psychiatrie vor?
Außerdem haben wir eine Veranstaltung zu den Themen „Selbst- und Fremdgefährdung - was bedeutet das und welche Folgen kann das haben?“ und „Maßregelvollzug – Bestandsaufnahme und Perspektiven“ ausgerichtet, die auf reges Interesse stieß.
Regelmäßig nehmen Vertreterinnen und Vertreter unserer Gruppe an den Sitzungen des Sozialpsychiatrischen Verbundes (PAR Osnabrück) teil und vertreten dabei die Belange der Betroffenen. Mit der gleichen Zielsetzung haben sich TeilnehmerInnen unserer Selbsthilfegruppe mehrmals jährlich mit Vertretern des AMEOS Klinikums getroffen. Zudem ist unsere Selbsthilfegruppe durch eine Gruppenteilnehmerin im Trauma Netzwerk Osnabrück vertreten und sie hat an den regelmäßigen Treffen des Netzwerkes teilgenommen.
Im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit haben wir einige Pressemitteilungen verschickt, unseren Internetauftritt aktualisiert und Gruppenflyer verteilt.
Im Unterricht der BBS Marienheim Sutthausen haben zwei Gruppenteilnehmer die Sicht der Psychiatrie-Erfahrenen dargestellt und Erfahrungsberichte gegeben.
Einige Gruppenteilnehmerinnen und –teilnehmer nahmen an überregionalen Tagungen zu verschiedenen Psychiatriethemen, z. B. zu Psychiatrie des 21. Jahrhunderts – Wahn und Wirklichkeit, zum Maßregelvollzug, zur gesetzlichen Betreuung und zur Stärkung der Selbsthilfe im psychiatrischen Bereich, teil. Nachfolgend wurde jeweils bei unseren Gruppentreffen darüber berichtet und diskutiert.
Wir haben zudem Freizeitaktivitäten unternommen, wie z. B. Besuch von Maiwoche, Weihnachtsmarkt und Kabarettveranstaltungen, und sind auch mal Essen gegangen.

   
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