Das Gruppentreffen findet jeden Dienstag von 18:00 bis 20:00 Uhr im Kulturzentrum Lagerhalle im Raum 201 statt. Weitere Termine finden Sie unter Veranstaltungen.

Wir besprechen Persönliches, tauschen Erfahrungen aus und unterstützen uns gegenseitig in schwierigen Lebenssituationen und bei Alltagsproblemen, die Psychiatrie-Erfahrenen begegnen.

Außerdem beschäftigen wir uns mit allgemeinen Psychiatrie- und Selbsthilfethemen.

Wir freuen uns über jeden Interessierten, der bei uns vorbeischaut.
Den aktuellen Gruppenflyer als PDF-Datei erhältst Du hier.

Posttraumatische Belastungsstörung

Impulsreferent: Dr. Alexander Werries (Psychiater und Psychotherapeut,  Niels-Stensen-Kliniken Bramsche)

Moderation: Doris Steenken (SHG Psychiatrie-Erfahrene Osnabrück)

Kulturzentrum "Lagerhalle", Rolandsmauer 26, Osnabrück, in Raum 102.                                                                       Über eine rege Teilnahme freuen wir uns sehr. Der Eintritt ist frei.

Der Trialog ist der gleichberechtigte Austausch über Psychiatriethemen zwischen Angehörigen, professionell im psychiatrischen Bereich Tätigen und Psychiatrie-Erfahrenen. Dieser Trialog hatte das Thema „Wie stellen wir uns die ideale Psychiatrie vor?“ und wurde von Nils Naumann (Fachkrankenpfleger für Psychiatrie) moderiert. Es gab von Seiten der Trialogteilnehmer vielfältige Ideen, wie die ideale Psychiatrie aussehen könnte.
 
Für den stationären Bereich wurden u.a. folgende Vorschläge gemacht: Schwimmbad, Massage, Gespräche auf gleicher Augenhöhe, Ursachenorientierung, Psychopharmaka nur im Notfall, Freizeitangebote, Einzelzimmer mit Bad, „weiche Zimmer“ bei Gefährdung, Verzicht auf Zwangsmaßnahmen, Einbeziehung von Psychiatrie-Erfahrenen und Genesungsbegleitern, besseres Entlassungsmanagement, um Drehtürpatienten zu vermeiden, Dolmetscher für Patienten, die kein Deutsch sprechen, verschiedene Stationen für verschiedene Krankheitsbilder, Einbeziehung von Angehörigen, fließende Übergänge von Kinder- und Jugendpsychiatrie  und Erwachsenenpsychiatrie und alternativmedizinische Angebote.
 
Insgesamt wurden eine bessere Vernetzung der psychiatrischen Versorgungslandschaft und fließende Übergänge zwischen dem stationären und dem ambulanten Bereich gewünscht. Im ambulanten Bereich gab es folgende Wünsche: ein rund um die Uhr erreichbarer Krisendienst, Psychotherapie ohne größere Wartezeiten, kurzfristige Arzttermine, Patienten bekommen vom Arzt so viel Zeit, wie sie benötigen, Freizeitgruppen und Ausflüge, Hilfen bei der Alltagsbewältigung und leichter Zugang zu allen Angeboten. Über diese und zahlreiche weitere Vorschläge wurde angeregt und teilweise kontrovers diskutiert.
 
Der nächste Osnabrücker Trialog findet am 06.02.2018 in der Lagerhalle statt. Organisiert werden die Trialoge regelmäßig von der Selbsthilfegruppe Psychiatrie-Erfahrene Osnabrück. Nähere Informationen zu zukünftigen Trialogen werden unter www.psychiatrie-erfahrene-os.de veröffentlicht.
 

Im Jahr 2016 hat die Selbsthilfegruppe regelmäßig jeden Dienstag im Kulturzentrum Lagerhalle Osnabrück ihre Gruppentreffen durchgeführt. Dabei wurde über vielfältige Themen und Probleme von GruppenteilnehmerInnen besprochen, z. B. über schwierige Wohnsituationen, Möglichkeiten finanzielle Probleme in den Griff zu bekommen, Tagesstruktur, Arbeitssituationen, Erfahrungen mit Psychiatern und Psychopharmaka, Austausch über Aufenthalte in unterschiedlichen Kliniken. Zweimal im Monat haben sich die aktiveren Teilnehmer zusätzlich zum Arbeitskreis Psychiatriepolitik zusammengefunden, um weitere Aktivitäten zu besprechen und zu planen.

Drei Ansprechpartner der Selbsthilfegruppe standen immer wieder als telefonische Anlaufstellen für Erstkontaktsuchende und für Menschen in Krisen zur Verfügung und haben Anfragen, die uns per Mail erreichten, bearbeitet.

Der Trialog (Austausch auf gleicher Augenhöhe zwischen Angehörigen, Psychiatrie-Erfahrenen und professionell in der Psychiatrie Tätigen über verschiedene Psychiatriethemen) wurde fünfmal organisiert und durchgeführt. Die Themen im Jahr 2016 waren:

·         Psychiatrie im internationalen Vergleich

·         Wünsche Psychiatrie-Erfahrener an die psychiatrische Behandlung

·         Komplementär-alternativmedizinsche Behandlungsmethoden bei psychischen Störungen

·         Arbeitsmöglichkeiten für qualifizierte Psychiatrie-Erfahrene

·         Unterstützung für Eltern in seelischen Krisen und deren Kinder

Außerdem haben wir eine Podiumsdiskussion mit Politikern und Juristen zum Thema „Gesetzliche Betreuung und selbstbestimmtes Leben – passt das zusammen?“ durchgeführt. Ferner haben wir eine Veranstaltung zum Thema „EX-IN und partizipative Qualitätsentwicklung“ ausgerichtet, was auf reges Interesse stieß.

Regelmäßig nehmen Vertreterinnen und Vertreter unserer Gruppen an den Sitzungen des Sozialpsychiatrischen Verbundes (PAR Osnabrück) teil und vertreten dabei die Belange der Betroffenen. Mit der gleichen Zielsetzung haben sich TeilnehmerInnen unserer Selbsthilfegruppe mehrmals jährlich mit Vertretern des AMEOS Klinikums getroffen. Zudem hat sich ein Trauma Netzwerk Osnabrück gegründet, in dem unsere Selbsthilfegruppe auch durch eine Gruppenteilnehmerin vertreten ist.

Im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit haben wir einige Pressemitteilungen verschickt, unseren Internetauftritt überarbeitet, Gruppenflyer verteilt und in der Innenstadt von Osnabrück einen Informationsstand durchgeführt.

Im Unterricht der BBS Marienheim Sutthausen haben zwei Gruppenteilnehmer die Sicht der Psychiatrie-Erfahrenen dargestellt und Erfahrungsberichte gegeben.

Einige Gruppenteilnehmerinnen und –teilnehmer nahmen an überregionalen Tagungen zu verschiedenen Psychiatriethemen, z. B. zu Psychiatrie – Risiken und Nebenwirkungen, zum Maßregelvollzug, zur Stärkung der Selbsthilfe im psychiatrischen Bereich und zum neuen Landespsychiatrieplan, teil. Nachfolgend wurde jeweils bei unseren Gruppentreffen darüber berichtet und diskutiert.

   
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